Die Katze

Die Katze hat auf leisen Samtpfoten schon viele Herzen erobert und begleitet uns auf unserem Lebensweg als Familienmitglied und Freund. Katzen können sehr sensibel sein, was in einem solchen Fall viel Einfühlungsvermögen voraussetzt für ein glückliches Miteinander. Katzen sind Menschen gegenüber grundsätzlich sehr sozial und neugierig. Es ist kein Geheimnis, dass jede Katze ein Individuum ist und als solches von seinen Menschen respektiert werden möchte. Im Gegensatz zu Hunden welche als Diener gelten, sind Katzen die Herrscher im Haus - aber auf eine sehr charmante Art und Weise, so dass der Mensch selber gerne zum Diener wird. Wer Katzen "verfallen" ist, wird über kurz oder lang seinen Haushalt mit einer Samtpfote teilen. Da gibt es aber so einiges zu überdenken, bevor man sich für eine Katze-Mensch-WG entscheidet.

Beantworten Sie die anschliessenden Fragen offen und ehrlich, bevor Sie eine Katze adoptieren und ins Haus holen:

  • Habe ich die nötige Zeit?
  • Sind alle Familienmitglieder (Kinder, Mann, Lebenspartner etc.) mit dem zukünftigen Mitbewohner einverstanden ?
  • Hat niemand aus der Familie eine Allergie gegen Katzen?
  • Habe ich meinen Vermieter gefragt, ob die Haltung einer/mehrer Katzen erlaubt ist?
  • Wer versorgt die Katze/n während meiner Abwesenheit (Betreuung zu Hause oder Betreuung im Tierheim/Tierpension)?
  • Kenne ich alle Bedürfnisse, die eine Katze hat oder muss ich mich da noch weiter informieren?
  • Habe ich die finanziellen Mittel für die Grundbedürfnisse, die Gesundheitsvorsorge (Impfungen, Entwurmung etc.) und um bei Krankheit oder Unfall meine Katze versorgen zu können?
  • Habe ich die nötige Geduld, den Respekt, die Toleranz und liebevolle Art die sie braucht?
  • Bin ich mir bewusst, dass meine Katze ungefähr 20 Jahre alt werden kann und kann und möchte ich für sie die Verantwortung übernehmen und ihr einen Lebensplatz bieten?

Wenn Sie alle Fragen mit "JA" beantworten können, steht einer glücklichen Wohngemeinschaft mit einer Katze nichts mehr im Weg. Bestehen immer noch ein paar Bedenken, dann überlegen Sie sich die Anschaffung einer Katze noch einmal und adoptieren Sie eine Samtpfote erst, wenn alle Bedenken aus dem Weg geräumt sind.
Für welche Katze entscheide ich mich?

Eines der wichtigsten Faktoren bei der Adoption einer Katze ist die Überlegung, ob Sie lieber ein Kätzchen oder eine erwachsene Katze haben möchten. Ein wichtiger Aspekt ist auch, möchte ich eine Katze oder zwei. Folgende Informationen können Ihnen weiter helfen:

Junge Katze
Vorteile: Eine junge Katze passt sich leichter ihrer neuen Umgebung an.
Nachteile: Jungtiere brauchen viel Aufmersamkeit und Erziehung. Junge Katzen stellen so manches an wie Vasen umschmeissen, Vorhänge rauf klettern, Planzen umtopfen etc.

Erwachsene Katzen
Vorteile: Erwachsene Katzen besitzen bereits eine gefestigte Persönlichkeit und man erkennt die Charaktermerkmale besser. Erwachsene Katzen haben ihre wilden Jahre hinter sich und sind etwas ruhiger. Ausserdem sind Erwachsene Katzen schon sehr gut erzogen und sozialisiert.

Nachteile: Möglicherweise hat eine erwachsene Katze schon etwas Schlimmes erlebt oder keine Sozialisierung erleben dürfen.

Tipp: Bei jungen Katzen empfiehlt es sich für zwei zu entscheiden. Sie können so ihre Energien und Aggressionen hauptsächlich aneinander auslassen.
Bei Wohungskatzen empfehlen wir auch immer zwei Katzen, denn der Mensch kann einen Katzenkumpel nie ersetzen. Es gibt Ausnahmen von Katzen, die es wirklich bevorzugen alleine zu leben. Da ist es aber wichtig, dass der zukünftige Katzenhalter oft zu Hause ist.

Auswahl des Geschlechts
Viele Katzenliebhaber behaupten, dass Kater gewöhnlich zutraulicher und gelassener sind. Katzen hingegen sind eher stiller und distanzierter. In manchen Fällen mag es so sein, doch meist sind die verschiedenen Persönlichkeiten der Katzen ganz unterschiedlich und einzigartig. Es gibt durchaus auch extrem anhängliche Katzen und reservierte Kater.
Ich bereite das Zuhause für den neuen Mitbewohner vor...

Es gibt zu Hause so manche Gefahrenzonen die beachtet werden müssen. Katzen sind sehr neugierig und erkunden jeden Winkel.

  • Verwahren Sie Medikamente katzensicher in einem Schrank auf.
  • Auch Putzmittel müssen für Katzen unerreichbar aufbewahrt werden.
  • Trennen Sie sich von Pflanzen die für Katzen giftig sind.
  • Der Klodeckel muss immer geschlossen sein, da v.a. junge Katzen hineinfallen und ertrinken können.
  • Balkone müssen mit einem Netz gesichert werden.
  • Plastiktaschen sicher aufbewahren. Katzen können darin ersticken.
  • Kippfenster müssen gesichert werden. Ohne Schutz darf ein Fenster nicht gekippt werden.
  • Lassen Sie brennende Kerzen nie unbeaufsichtigt.
  • Bringen Sie Wertsachen, die beim umwerfen beschädigt werden können, in Sicherheit.

Katzenzubehör das vorhanden sein sollte

In den verschiedenen Tiermärkten gibt es eine unendliche Auswahl an Katzenzubehör. Die wichtigsten Zubehörteile sind:

  • Katzentoilette
  • Kratzbaum
  • Spielzeug
  • Kamm/Bürste
  • Wasser-/Futternäpfe
  • Futter
  • Katzensand
  • Transportbox
  • Bachblüten/Feliway

Erklärungen und Tipps zu den einzelnen Aufzählungen:

Katzentoilette
Die Katzentoilette sollte an einem ruhigen Ort stehen, wo die Katze 24 Stunden lang Zugang hat. Bei mehreren Katzen im Haushalt, empfiehlt es sich pro Katze ein Klo mehr aufzustellen. Viele Katzen bevorzugen offene Katzenkols ohne Deckel. Auch die Katzenklappen sind oft nicht so beliebt, da der Deckel, wenn die Katze ins Klo geht an den Po schägt... Das Katzenklo sollte eine gute Grösse haben. Das Katzenklo sollte man je nach Streu, Geruchsentwicklung und Anzahl der Katzen regelmässig reinigen und den Sand austauschen. Es gibt verschiedene Katzensandsorten die im Handel erhältlich sind. Sehr gut eignet sich Klumpstreu, bei der man das Geschäft gut herausnehmen kann.
Wenn Sie das Katzenklo reinigen, reinigen Sie es mit Essigreiniger oder anderen ungiftigen Reinigern und spülen Sie diese gut aus. Hat sich auf dem Boden ein weisser/gelblicher Urinstein gebildet, können Sie diesen mit Kalkentferner einweichen und abbürsten. Bitte den Boden danach gründlich spülen.

Katzenbett
Katzen sind manchmal sehr wählerisch und es kann sein, dass Katzen lieber auf dem Boden, Schaft oder ihrem Bett liegen, als in den extra gekauften Katzenbett. Manchmal ist es nur der Standort des Bettchens. Wenn man das Katzenbett wo anders hin legt, kann es sein, dass die Katze trotzdem daran Gefallen findet. Katzen liegen gerne in engen Schachteln, unter dem Bett, auf dem Sofa, auf dem Kratzbaum, Fensterbrett etc.

Kratzbaum
Katzen lieben es zu klettern und sich täglich die Krallen zu wetzen. Ein Kratzbaum ist ein Muss, für jede Katze, die auch gerne klettert. Wenn Sie eine Katze haben, die Kratzbäume nicht mag, versuchen Sie es mit einem Kratzbrett.

Spielzeug
Die meisten Katzen spielen sehr gerne und man muss nicht immer etwas kaufen. Klar so eine Fellmaus macht echt Spass. Aber eine Kartonschachtel mit Löchern, ein paar Ping-Pong Bälle, Schnürchen oder eine Papiertragtasche ohne Henkel verführt jede Katze zum Spielen.

Kamm/Bürste
Vor allem langhaarige Katzen müssen täglich gekämmt werden. Es gibt verschiedene Kämme. Auch Kurzhaarkatzen mögen es gekämmt zu werden. Das ist gut für das Fell und die Haut. Alte Hautschuppen lösen sich und das Fell glänzt. Ausserdem muss dann die Katze, wenn sie sich leckt, nicht so viele Haare schlucken.

Wasser-/Futternäpfe
Jede Katze sollte ihren eigenen Napf besitzen. Ausgezeichnet eignet sich Edelstahl oder Keramik. Keramik ist empfindlicher und zerbricht gerne. Edelstahlnäpfe haben eine gute Lebensdauer und sind gut zu reinigen. Nicht zu empfehlen sind Plastiknäpfe. Sie können oft die Ursache von Allergien sein.
Wassernäpfe sollte es am besten in mehreren Räumen haben. Man sollte auch nicht den Wassernapf neben Futternäpfe stellen. Es gilt: der Wassernapf sollte mindestens 2 bis 3 Meter vom Futternapf entfernt sein. Katzen trinken mehr, das ist bewiesen.

Futter
Zurzeit ist es sehr umstritten, welches Futter nun besser ist für die Katze. Tierärzte sagen etwas anderes als Tierernährungsexperten und von daher ist es den Katzenhaltern belassen, welches Futter sie geben.
Wichtig ist, dass Sie Ihrer Katze hochwertiges Futter geben. Katzen sind Fleischfresser und keine Kühe oder Hasen. Hochwertiges Futter bekommen Sie in den Fachgeschäften.

Transportboxen
Auch diese kann man in den verschiedensten Farben und Formen haben. Für solche Katzen, die nicht gerne in den Transporter gehen oder gebracht werden, empfehle ich einen Transporter, denn man oben öffnen kann. Auch scheue und wilde Katzen, lassen sich so besser in den Transporter rein tragen. Es erweist sich als positiv, wenn der Transporter immer in der Wohnung ist, damit die Katze auch darin schlafen kann und sich in ihm verstecken kann etc. und somit entsteht eine positive Erfahrung mit dem Transporter.

Bachblüten und/oder Feliway
Bachblüten können in allen Lebenslagen einer Katze hilfreich sein. Sei es bei Stress, Unterwürfigkeit, Aggressivität, Fressunlust, Veränderungen, Eifersucht etc. Es gibt viele gute Erfahrungen mit Bachblüten. Bachblüten kann man von einer kompetenten Person, die sich mit der Thematik befasst, erstellen und mischen lassen.Feliway ist der Geruchsbotenstoff einer Katze, der von den Katzen im unteren Bereich des Gesichtes gebildet wird. Die Katzen verstreichen diesen Botenstoff bei Wohlbefinden, indem sie ihre Gesichter an Gegenständen und Menschen reiben. Der Feliway-Stecker ist auch als Spray erhältlich.